Motorrad Magazin Modelle und Trends für 2003
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18. Sicherheitszubehör für Motorräder:   Air bag und mechanisches ABS
1. Air Bag für Motorradfahrer
Weltneuheit: " Hit Air "
Der Airbag für Motorradfahrer besteht aus einer aufblasbaren Jacke mit be-sonderen Verstärkungen im Nacken- und im Wirbelbereich
Aufgeblasen wird die Jacke über eine C0 2 Patrone, die über eine Reissleine mit dem Motorrad verbunden ist.
Bei einem unsanften Sturz wird über die Reissleine der Auslöser betätigt...
Die Jacken und Westen gibts in ver-schiedenen Größen und sie sind zur Zeit nur übers Internet zu bestellen. Dort gibt es auch verschiedene Farben zur Aus-wahl.
Allen Jacken und Westen gemeinsam ist, daß sie keine eingenähten Verstär-kungen haben, wie eine "normale" Motorradjacke. Dadurch sind sie relativ leicht. Der Stoff ist aus dem üblichen reissfesten und wasserresistenten material.
Eine Patronenfüllung benötigen sie erst nach einem Sturz oder bei einem ver-sehentlichen
... so daß sich die Jacke im Bruchteil eine Sekunde wie ein Ballon aufbläst und den Sturz abfängt.
Die Patrone ist nachfüllbar.
Den Airbag gibts als Jacke und als Weste, die unter ihrer "normalen" Motorradjacke angezogen wird.
Die Jacken kosten zwischen 240 und 360 €, die Westen zwischen 190 und 210 €
Aufblasen. Das Befüllen der Patronen mit C0 2 sollte aber kein Problem sein. Die Flaschen sind auch im Austausch erhältlich.
An einem internationalen Vertriebsnetz wird gearbeitet.
Natürlich kann die Jacke zur Erhöhung der Sicherheit auch in Verbindung mit einem Brust- und Wirbelsäulenpanzer verwendet werden.
Über ein TÜV Gutachten ist noch nichts bekannt. Dies betrifft vor allem die Reaktion des Luftsacks
Das Prinzip:
Die Patrone sitzt im Brustteil der Jacke, die Reissleine wird am Rahmen befestigt und wird beim regulären Absteigen einfach ausgeklinkt. Ein Teil verbleibt am Motorrad.
Das erfordert ein Umdenken, weil sie sich bei Fahrtantritt anschliessen und beim Absteigen abschnallen müssen, wie bei einem Sicherheitsgurt.
bei heftigem Aufprall und die Haltbarkeit des Gewebes bei langen "Schlitter-fahrten" über Asphalt oder Schotter.
 
Eine Kombination von "normaler Mo-torradjacke" und der darunter ange-zogenen Weste kann die Sicherheit erhöhen. Es muß dann aber auch gewährleistet sein, daß sich der Nackenbereich unter der Jacke ordnungsgemäß aufblasen kann.
Ideal könnte die Verbindung zwischen einer Lederkombi und einer darüber angezogenen Weste oder Jacke sein. Bei langen Touren, im Stadtverkehr und bei hohen Geschwindigkeiten, erhält der Airbag bei einem Crash echte lebens-rettende Funktionen. Die Verarbeitung scheint sehr sauber zu sein. Wir bemühen uns um Testexem-plare für den Alltag und werden weiter berichten. Ein Test im Rennsport und beim Motocross wäre nicht verkehrt. Die Herstellerfirma weist daraufhin,
daß europäische und nordamerika-
nische Besteller bei den im Internet verfügbaren Größen eine Größe größer bestellen müssen. Wer normal XL trägt braucht dann XXL Die Firma: Mugen Denko in: 1-1012 Ikeba Tempakuku Nagoya 468-0055 Japan
Die Internetadresse:
http://www.hit-air.com
2. Mechanisches ABS zum Nachrüsten für alle Motorräder        Der TüV Bericht liegt jetzt vor (siehe unten)
Weltneuheit: mechanisches ABS
Durch die Einführung des ABS sind
die Motorräder um vieles sicherer geworden. ABS regelt bei einer Vollbremsung die Bremswirkung elektronisch so, daß die Bremsen abwechselnd angezogen und wieder losgelassen werden, und auf diese Weise ein Blockieren der Räder verhindert wird. In der Grafik als Wellenlinie gezeichnet.
Erstmalig kann jetzt ein preisgünstiges System für alle Motorräder angeboten werden, für die kein elektronisches ABS lieferbar ist.
Schindler ABS ist nachrüstbar für alle Motorradtypen, für Mofas und Roller mit hydraulischen Scheibenbremsen und kostet 300 € zusätzlich Einbau, jeweils für die Vorder- und / oder die Hinterrad-bremse. Damit bleiben die Kosten weit unter den Preisen für elektronisches ABS.
In der Grafik wird der Blockierpunkt der Bremse als schwarze Linie darge-stellt. Bei einer Vollbremsung ohne ABS wird dieser Punkt überschritten.
Schindler ABS ( rote Linie ) regelt die Bremswirkung laut Angaben mecha-nisch so ab, daß der Bremspunkt
unterhalb der gefährlichen Blockier-grenze bleibt. Dies muß durch eine Fachwerkstatt eingestellt werden.
Entscheidend ist allerdings der sach-gerechte Einbau und die Einstellung der Bremskurve durch eine Fachwerkstatt. Es muß sichergestellt sein, daß die Bremswirkung einerseits kräftig genug ist, andererseits, daß der Bremspunkt immer unter der gefährlichen Grenze zum Blockieren der Räder bleibt.
Die vorhandenen Systeme sind alle bis 250 Kmh getestet.
 
Das mechanische ABS wird zwischen den Bremszylinder und dem zur Bremse verlaufenden Bremsschlauch geschaltet und besteht aus einem
kleinen Metallzylinder ( siehe Fotos).
Hier ist der Bremszylinder (rund) aus Metallguß, bei anderen Fahrzeugen aus schwarzem oder weissen Kunst-stoff.
Schindler ABS ist getestet für nasse + trockene Straße + losen Untergrund.
Eigene Bremsprüfungen auf einem Brems-prüfstand aus 80 kmh waren beeindruckend und überzeugend. Selbst unter Brems-Vollast waren Lenkbewegungen ohne Ausreissen möglich. Somit scheint das gefürchtete Wegrutschen der Räder bei Voll-bremsungen unter Einsatz des Schindler ABS der Vergangenheit anzugehören.
Sicherheitsgutachten: Die Testreihen der technischen Überwachung sind erfolgreich abgeschlossen, so daß Schindler ABS in 2003 jetzt weltweit eingeführt wird. (siehe unten)
Testergebnisse können auf der Internetseite nachgelesen werden. unter: www.schindler-mc.com
An einer ergänzenden Einstellung für
Eis, Schnee und Öl wird zur Zeit gearbeitet.
Die von einem deutschen gegründete Firma ist ansässig in Südkorea. Zur
Zeit wird an einem Vertrieb in Deutschland und Europa gearbeitet.
Die Internetadresse:
www.Schindler-mc.com
Im November 2002 hat der TÜV Rheinland das mechanische ABS umfassend getestet. Das Testbike war Suzukis Hayabusa. Sie wurde unbeladen und maximal beladen auf die trockene und auf die nasse Teststrecke geschickt. Das Ergebnis steht nun amtlich fest: der Bremsweg wird bis zu 20 Prozent verringert. Während des Bremsvorgangs bleibt die Lenkfähigkeit des Fahrzeugs voll erhalten und die Räder blockieren nicht. Getestet wurde das ABS vorn und hinten mit Einzel-bremsprüfung und mit gleichzeitiger Bremsung mit und ohne ABS.